Vorstand der IG Metall wird nicht verkleinert

“Gewerkschaftliche Existenzfragen sind andere” erklärte Berthold Huber, Erster Vorsitzender der IG Metall. Der Gewerkschaftstag hatte zuvor den Satzungsantrag zur Verkleinerung des Vorstandes abgelehnt. Huber versicherte den Delegierten, dass er als überzeugter Demokrat das respektieren werde.

Nach der Beratung heute morgen haben die Delegierten des Gewerkschaftstags über die Zahl der geschäftsführenden Vorstandsmitglieder abgestimmt. Der Kongress lehnte den eingebrachten Antrag zur Vorstandsverkleinerung ab. Notwendig wäre hierfür eine Zweidrittelmehrheit gewesen. Von den 471 abgegebenen Stimmen zur Abstimmung über den Urantrag waren 471 gültig. 305 Delegierte hatten dem Urantrag zugestimmt, 166 ihn abgelehnt. Für eine Zweidrittelmehrheit hätten 314 Delegierte dem Antrag zustimmen müssen.

Zahl der Vorstandsmitglieder wie bisher
An die Delegierten des Gewerkschaftstags gerichtet, sagte Huber: “Ihr seid der Souverän. Der Souverän hat entschieden. Und als Demokrat akzeptiere ich diese Entscheidung”. Einzig wichtig sei nun, so Huber, dass die IG Metall ihre tägliche Arbeit in den Betrieben weiterhin erfolgreich fortsetze – unabhängig davon, ob an ihrer Spitze nun fünf oder sieben geschäftsführende Vorstandsmitglieder stünden.

Nach dieser Abstimmung bleibt die Zahl der geschäftsführenden Vorstandsmitglieder bei sieben. Zur Zeit besteht der Vorstand der IG Metall aus dem Ersten und dem Zweiten Vorsitzenden, einem Hauptkassierer sowie vier weiteren geschäftsführenden Vorstandsmitgliedern. Weitere 29 ehrenamtliche Vorstandsmitglieder unterstützen wie bisher die geschäftsführenden Vorstandsmitglieder.

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8 Gedanken zu “Vorstand der IG Metall wird nicht verkleinert

  1. In der heutigen zeit, in der Präsenz bei den Kollegen in den Betrieben aber auch auf der politischen Bühne wichtiger ist denn ja, wäre es aus meiner Sicht ein falsches Signal gewesen, den Vorstand zu verkleinern.
    es gibt zahlreiche und wichtige Ziele, die nur mithilfe eines entsprechenden personellen Einsatz in allen Ebenen der Politik zu platzieren sind.

    Ich wünsche dem Vorstand eine glückliche Hand und viel Energie um die Ressourcen gewinnbringend für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einzusetzen.

    Weiter so!

    • Für die kommenden Jahre wäre es besser gewesen, die vorhandenen Mittel und Kräfte von der zentralen Verwaltung in die dezentralen Verwaltungsstellen umzuverteilen. Aber wir sind eine demokratische Gewerkschaft und werden damit umgehen können.

      • Die Basis ist das Herz jeder Gewerkschaft, aber bundes- und internationale Aspekte spielen aber eine immer größerwerdende Rolle. Dafür muss man breit aufgestellt sein! Euer System hat sich doch bewährt!

  2. Ich begrüße die Beibehaltung der bisherigen Zahl der Vorstandsmitglieder. Aus Hanau gibt es einen sehr guten Antrag zu dem Thema: bei einer Verkleinerung des Vorstands hätte die Gefahr einer zu starken Zentralisierung – auch in Bezug auf die verschiedenen politischen Strömungen – bestanden und zum Geld macht der Antrag den Vorschlag, doch die Einkommen der Vorstandsmitglieder zu senken …

  3. als alter holzwurm sage ich :

    respekt, kolleginnen und kollegen, die ihr gegen die verkleinerung gestimmt habt. der druck war bestimmt sehr gross….
    und an den verbliebenen vorstand: da ihr jetzt 2 mehr seid, als ihr eigentlich braucht, könntet ihr mehr für die organisierung der holzarbeiterInnen tun als bisher.
    kollege wolfgang rhode weiss wie man das macht.

  4. Egal ob der Vorstand größer oder kleiner ist, wenn das Zinseszins-Problem nicht
    erkannt und gelöst wird, wird kein anderes Problem lösbar sein.
    Alter Metaller.

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