Mitbestimmung festigen und ausbauen

Mitbestimmung im Betrieb und Unternehmen ist unverzichtbar für Teilhabe und Demokratie in der Wirtschaft, denn sie sichert Arbeit, Innovation und Gerechtigkeit. Mitbestimmung gehört zu den Kernelementen des Industriestandortes Deutschland. Grundlage der betrieblichen Mitbestimmung ist das Betriebsverfassungsgesetz, das die Mitwirkung des Betriebsrates bei betrieblichen Entscheidungen regelt. In der Unternehmensmitbestimmung wird die Teilhabe von Arbeitnehmervertretern über die Aufsichtsräte geregelt.

Durch Mitbestimmung können Arbeitnehmer Einfluss auf unternehmerische Entscheidungen nehmen. Durch die Mitbestimmung werden neben den betriebswirtschaftlichen auch soziale Gesichtspunkte ins Blickfeld gerückt. Beschäftigte und ihre Interessenvertretungen sind gefragt bei Entscheidungen über Investitionen und Innovationen. Mit ihren Ideen und deren Umsetzung können Betriebsräte und Vertrauensleute entscheidend dazu beitragen, Beschäftigung zu sichern und gute Arbeit zu schaffen.

Ohne Mitbestimmung hätten die jüngsten Krisen viel mehr Arbeitsplätze gekostet. Dank funktionierender Mitbestimmungsstrukturen haben Betriebsräte und IG Metall Massenentlassungen verhindert. Je volatiler das Wirtschaftsgeschehen in einer globalen Welt wird, umso wichtiger ist der stabilisierende Einfluss der Mitbestimmung. Denn durch sie wird Unternehmenspolitik rationaler, sicherer und planbarer. Auch die Funktion der Mitbestimmung, Konflikte zu mindern und Veränderungen in den Unternehmen abzufedern, ist heute aktueller denn je. Die Mitbestimmung befördert den Arbeitsfrieden und die soziale Integration und wirkt deshalb motivationsfördernd. Das Modell der Mitbestimmung gilt es daher zu festigen und weiter zu entwickeln.

 

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