Gewerkschaftstag rückt junge Interessen in den Fokus

Die Interessen junger Menschen sind Top-Thema der IG Metall. Dies haben die Delegierten des Gewerkschaftstags in Karlsruhe beschlossen. Unter anderem will die IG Metall die Übernahme nach der Ausbildung bei der im Frühjahr anstehenden Metall-Tarifrunde durchsetzen.
Die IG Metall stellt die Interessen junger Menschen in den Mittelpunkt. Und sie macht ernst damit: Bei der im Frühjahr anstehenden Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie wird die Übernahme nach der Ausbildung in unbefristete Jobs ganz oben stehen. Das hat der Gewerkschaftstag der IG Metall in Karlsruhe einstimmig beschlossen.

Der Erste Vorsitzende der IG Metall Berthold Huber hatte zuvor persönlich an die Delegierten des Gewerkschaftstags appeliert, “Lasst uns die Übernahme der Auszubildenden ganz oben anstellen und in der Tarifrunde anpacken.”

Sichere und faire Arbeit
Die IG Metall Jugend hatte die Forderung nach der unbefristete Übernahme auf die Tagesordnung gesetzt und bei ihrem Aktionstag Anfang Oktober in Köln mit 20 000 jungen Teilnehmern kreativ und laut in die Öffentlichkeit gebracht. Die unbefristete Übernahme ist für die IG Metall Jugend zentrale Voraussetzung für Zukunft und Perspektiven der jungen Generation - und für sichere und faire Arbeit.

Ausbildungsvergütung für Studierende im Betrieb
Darüber hinaus hat der Gewerkschaftstag noch weitere Beschlüsse gefasst, in denen sie die Interessen junger Menschen unterstützen will. Etwa durch bessere Lösungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zudem wird die IG Metall ihr Engagement an den Hochschule und für Studierende verstärken. Für Studierende im Betrieb sollen die gleichen Bedingungen wie für die übrigen Auszubildenden gelten, insbesondere sollen sie die gleiche tarifliche Ausbildungsvergütung erhalten.

Jugendarbeit wird “Chefsache”
Zudem haben die Delegierten beschlossen, dass die Ansprache und Betreuung junger Beschäftigter von nun an “Chefsache” in der IG Metall, der Bevollmächtigten vor Ort, der Betriebsratsvorsitzenden und Vertrauenskörperleitern in den Betrieben sein soll. Die Rahmenbedingungen sollen verbessert werden. Der Erste Vorsitzende Berthold Huber hat angekündigt, die Mittel für die Jugendarbeit erhöhen zu wollen. Unter anderem sollen auch die Qualifizierungsangebote für junge Aktive ausgeweitet werden.

Vor allem jedoch will die IG Metall sich nicht nur verstärkt an den Themen und Lebenssituationen junger Menschen orientieren, sondern sie auch stärker aktiv beteiligen. Das bedeutet beispielsweise, gemeinsam mit jungen Beschäftigten gemeinsam Strategien und Aktionen zu entwickeln.

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