FAQ zum Gewerkschaftstag

FAQ - alles rund um den Gewerkschaftstag. Foto: Fotolia/DeviceDie IG Metall veranstaltet alle vier Jahre einen Ordentlichen Gewerkschaftstag. Bei dem kommenden Gewerkschaftstag vom 9. bis 15. Oktober zieht die IG Metall Bilanz über die bisherigen Aktivitäten und diskutiert die Aufgaben und Ziele für die nächsten vier Jahre. In den FAQs erklären wir die wichtigsten Stichworte rund um den Gewerkschaftstag.  

Was ist der Gewerkschaftstag?

Der Ordentliche Gewerkschaftstag ist das höchste Organ der IG Metall und wird vom Vorstand alle vier Jahre einberufen.

Was passiert auf dem Gewerkschaftstag?
Der Gewerkschaftstag funktioniert wie ein Parlament. Dort diskutieren und entscheiden die Delegierten anhand von Entschließungen und Anträgen über die Aufgaben und Ziele für die nächsten vier Jahre. Außerdem wählen sie einen neuen Vorstand der IG Metall.

Wer trifft sich auf dem Gewerkschaftstag?
Zum 22. Ordentlichen Gewerkschaftstag wurden 481 Delegierte gewählt. Die Mitglieder des Vorstandes und des Kontrollausschusses, Bezirksleiter und Beiratsmitglieder nehmen beratend teil. Zusätzlich können der Vorstand und die sieben IG Metall-Bezirke noch weitere Teilnehmer/innen und Gäste benennen und einladen, wie beispielsweise: Bevollmächtigte der Verwaltungsstellen, Leiter der Bildungsstätten, Funktionsbereichsleiter des Vorstandes, Organisations- und Bezirkssekretäre, Betriebsratsvorsitzende, politische Repräsentanten und internationale Gäste.

Wie wird man Delegierte oder Delegierter?
Die Wahl der Delegierten erfolgt in Wahlbezirken, die der Vorstand  festlegt. Auf je 5000 Mitglieder kommt je ein Delegierter bzw. eine Delegierte. Die Anzahl der Delegiertenmandate errechnet sich aus dem Durchschnitt der Mitgliederzahlen der letzten vier Quartale vor der Ausschreibung des Gewerkschaftstages. Die Wahl der Delegierten erfolgt in den Delegiertenversammlungen der regionalen IG Metall-Verwaltungsstellen.
Als Delegierte können nur Frauen und Männer kandidieren, die am Wahltag mindestens drei Jahre IG Metall-Mitglied sind und ihren Beitrag satzungsgemäß in dieser Zeit entrichtet haben. In besonderen Fällen können Jugendliche bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres mit einer mindestens 12monatigen ununterbrochenen gewerkschaftlichen Mitgliedschaft als Delegierte gewählt werden.

Entschließungen und Anträge: Wie kommen Entscheidungen zustande?
Mit den “Themen und Thesen für die Entschließungen” informiert der Vorstand frühzeitig und ausführlich die Mitglieder und Verwaltungsstellen über die Schwerpunkte des Gewerkschaftstages. Sie helfen, die Debatte anzuregen und zu strukturieren sowie das Stellen von Anträgen zu erleichtern. Mitglieder und Funktionäre der IG Metall können sich damit rechtzeitig mit den Themen des Gewerkschaftstages auseinandersetzen, sich austauschen und beraten. Anhand der Entschließungen und Anträge diskutieren und entscheiden die Delegierten auf dem Gewerkschaftstag darüber, wie sich die IG Metall zu grundlegenden Herausforderungen positionieren will und welche Ziele sie in den kommenden vier Jahren ins Zentrum ihrer Arbeit rücken will.

Über wie viele Anträge wird abgestimmt?
Sechs Entschließungen und rund 500 Anträge stehen zur Abstimmung. Diese umfassen die ganze Bandbreite der für die IG Metall relevaten Themen.

Wer trifft die Entscheidungen außerhalb des Gewerkschaftstages?
Der Beirat: Er ist das höchste beschlussfassende Organ zwischen den Gewerkschaftstagen und nimmt notwendige Nachwahlen zum Vorstand und zum Kontrollausschuss vor. Für je 30 000 Mitglieder entsendet jeder IG Metall-Bezirk ein Beiratsmitglied. Dem Beirat gehören außerdem die Mitglieder des Vorstandes an und – mit beratender Stimme – die Mitglieder des Kontrollausschusses und die Bezirksleiter/innen.

Was ist die Satzung der IG Metall und was steht da drin?
Die Satzung ist die “innere Verfassung” der IG Metall und bildet die Grundlage ihres Schaffens. Sie regelt die Rechtsgrundlage für die Arbeit der IG Metall sowie Aufbau, Wirkungsbereich und die Leistungen. Die letzte Satzung wurde auf dem 21. Ordentlichen Gewerkschaftstag im November 2007 beschlossen.

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